Kosten Berufsunfähigkeitsversicherung

Was kostet eine BU wirklich?

Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung richten sich nach bestimmten Kalkulationsfaktoren. Neben dem Eintrittsalter als mit das wichtigste Kriterium spielt der Beruf, das Geschlecht, der Gesundheitszustand, der gewünschte Leistungsumfang z.B. für die Höhe der versicherten Rente bei Berufsunfähigkeit oder auch die Laufzeit der Versicherung eine große Rolle. Ein kaufmännischer Angestellter zahlt aufgrund des geringeren Risikos berufsunfähig zu werden z.B. weniger als ein Landwirt oder generell körperlich tätige Arbeitnehmer. Bei einigen Anbietern fließen außerdem auch die Lebensumstände des Kunden mit ein, welche den Gesundheitszustand beeinflussen, z.B. ob er Raucher oder Nichtraucher ist, ob und wie viel Alkohol konsumiert wird und in welchem Umfang Sport getrieben wird. Dies kann je nach Anbieter einiges ausmachen. Weiteren Einfluss hat die gewählte Zahlungsweise des Vertrages. Wählt der Kunde eine unterjährige Zahlweise, z.B. monatlich, halb- oder vierteljährlich, dann gibt es noch mal einen Zuschlag, welcher sich bei den Anbietern im Schnitt zwischen drei und fünf Prozent bewegt. Je nach Vertragsgestaltung kommen hier auch nennenswerte Summen heraus.

Erhöhte Kosten können beispielsweise auch auftreten, wenn Beitragszuschläge für bestimmte bereits bestehende Erkrankungen erhoben werden. Diese können nach Vereinbarung mit dem Versicherungsunternehmen nach vollständiger Genesung auch wieder abgezogen werden. Ebenfalls kann als „Kostenschraube“ eine Karenzzeit für den Beginn der Auszahlung der Rente vereinbart werden, das bedeutet, für eine gewisse Zeit nach Eintritt der Berufsunfähigkeit wird dann von vornherein nicht geleistet, so können auch Kosten eingespart werden. Dies lässt sich allgemein auch mit den Selbstbeteiligungen in Sachversicherungen vergleichen. Mögliche Karenzzeiten sind beispielsweise 6, 9 oder 12 Monate. Es lassen sich auch die Zeitpunkte, bis wann jeweils eine Beitragszahlungspflicht oder eine Leistungspflicht besteht zu Gunsten oder auf Kosten des Beitrags bestimmen. Je nach Anbieter ergibt sich die Möglichkeit, die Berufsunfähigkeitsversicherung an eine so genannte Hauptversicherung, wie beispielsweise Renten- oder Lebensversicherungen zu koppeln, wodurch die Kosten für den Berufsunfähigkeitsteil sinken können. Über Rahmen- oder Gruppenverträge erhalten manche Kunden ebenfalls einen Preisvorteil. Je nach Vertragsgestaltung und Abschlussdatum des Vertrages kann man Teile der Kosten für die Berufsunfähigkeitsabsicherung steuerlich geltend machen und so seinen Eigenanteil spürbar senken.
"Dieser Schutz ist unerlässlich für den Fall, dass jemand aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann. Wichtig für die Bewertungen sind die Versicherungsbedingungen und die Antragsformulare. Der Preis spielt aber - im Gegensatz zu anderen Versicherungen - keine Rolle. Denn er sagt nichts über die Qualität einer Police aus."
Finanztest (04/2008)