Baudarlehen

Sichern Sie sich Ihr Eigenheim!

Ein Baudarlehen ist eine Finanzierung von Banken und Sparkassen, welche ausschließlich für eine Baumaßnahme genutzt werden darf. Vor der Beantragung eines Baudarlehens sollte der zukünftige Bauherr eine Kalkulation seiner fixen Kosten durchführen. In dieser Aufstellung sollten das Einkommen, die derzeitige Miete, die dementsprechend nach dem Bau des Eigenheims entfällt, das bereits vorhandene Eigenkapital und die Eigenleistungen berücksichtigt werden. Wichtig ist bei der Eigenleistung eine gute Selbsteinschätzung zu haben, ob der Bauherr die Eigenleistungen auch fachlich kompetent erbringen kann oder hierfür fachliche Helfer an der Hand hat. Die zu erbringenden Eigenleistungen bringen manchen Bauherrn bei der Finanzierung mit einer Überschätzung seines Könnens in Schwierigkeiten.

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Zu der Kalkulation sollte man auch die staatlichen Förderungsmittel hinzurechnen. Um diese erste Hürde bei der Aufnahme eines Baudarlehns zu meistern, sollte man die Hilfe eines Architekten oder einer Baufirma in Anspruch nehmen, um eine konkrete Kostenaufstellung für das Bauvorhaben vorlegen zu können. Die Kostenaufstellung wird von den meisten Banken zur Einsicht vor Vergabe eines Darlehns verlangt.

Auch eine Beratung durch einen unabhängigen Finanzmakler ist von Vorteil. Dieser unterbreitet dem Bauherrn Angebote für das Baudarlehn, gibt Auskünfte über die Bearbeitungsdauer bis zur Auszahlung des Darlehns und hilft, die erforderlichen Unterlagen beizubringen. Gerade in der Vorbereitung eines Bauvorhabens sollte eine gründliche Planung vorliegen. Etwaige fehlende Unterlagen können das Bauvorhaben ins Stocken bringen.

Nach der Unterschrift eines verbindlichen Darlehnsahngebots der Bank, kann der Eintrag ins Grundbuch durch einen Notar erfolgen. Zumeist wird eine Grundschuld zur Sicherung des Darlehns für die Bank eingetragen. Die Kosten für den Notar muss der Bauherr selbst tragen. Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, geführt beim Amtsgericht, welches die Wirtschafts- und Rechtsverhältnisse an Grundstücken darlegt. Das Grundbuch wird durch das Grundbuchamt geführt. Eine Eintragung kann nur durch einen Notar, nicht durch eine Privatperson, vorgenommen werden.

Vorraussetzung für die Vergabe eines Baudarlehns ist, dass die Finanzierung ausschließlich für die baulichen Maßnahmen verwendet wird. Ein Baudarlehn wird zumeist erst ab einer Höhe von 30.000 Euro gewährt, eine Grenze nach oben ist nicht festgelegt. Durch die Höhe der Finanzierung ergeben sich lange Laufzeiten von bis zu 35 Jahren oder mehr.

Eine Baufinanzierung ist an eine konstante Zinshöhe festgelegt. Je nach Vertag wird eine Laufzeit von 5, 10 oder 15 Jahre festgelegt. Nach Ablauf dieser Zeit wird der Zins mit der Bank neu verhandelt. Bei Kreditvergabe und Prüfung der Unterlagen wird von den meisten Banken ein Eigenkapital von 20 bis 30% der Finanzierungssumme erwartet.

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